Sauerkraut selber machen

Sauerkraut - Herrlich lecker für die kühlen Tage im Januar.

Sauerkraut, Süßkartoffel-Stampf und Salsiccia

Selbstgemachtes Sauerkraut, das sind für mich wahre Kindheitserinnerungen. So lag die Idee nicht fern, diese kulinarische Besonderheit auch einmal  auszuprobieren. Ihr kennt das sicher auch, Gerüche und der Geschmack von Gerichten aus der Kindheit sind wie ein „Flashback“ und es kann noch so lange her sein, diesen Geschmack vergisst man nie!

Nun hatten wir also einen nagelneuen Sauerkrauttopf gekauft und besorgten uns einen großen Weißkohlkopf und los ging es! Aber wie?
In einem alten Kochbuch welches schon viele Jahre in unserem Familienbesitz ist (das Doennigs Kochbuch, Rautenbergverlag) wurden wir fündig: auf Seite 572 stand: 

Sauerkohl einzulegen

Hier nun das Rezept:


Man braucht...


Auf 1kg gehobelten Kohl braucht man 20-40 g Salz
Am besten eignen sich große, feste Weißkohlköpfe. Die äußeren Blätter werden entfernt, der Strunk herausgeschnitten und der Kohl auf einem Kohlhobel ( heute am besten mit der Küchenmaschine) fein in Streifen geschnitten. 

Geschnittener Kohl


Nun wird der Kohl Schicht für Schicht mit Salz, nach Geschmack etwas Wachholderbeeren oder Kümmel mit einem Holzstössel fest eingestampft, bis sich Saft bildet! Eine etwas anstrengende Arbeit, bei der man sich am besten abwechseln sollte. So geht man Schicht für Schicht vor, bis der ganze Kohl verarbeitet ist. Bei unserem Topf lagen zwei Abschlusssteine bei, die am Ende auf den gestampften Kohl kommen. Das geht aber auch mit jedem anderen Stein, nur muß er in das Gefäß passen und sauber sein. Wichtig ist bei der ganzen Prozedur, dass ihr immer auf die Hygiene achtet, alles muss peinlich sauber sein. Schließlich soll sich die ganze Arbeit ja auch lohnen und nicht durch eine Unachtsamkeit zunichte gemacht werden.
 Nun muss an einem warmen Ort die Milchsäuregährung beginnen, das dauert etwa eine Woche!
Wenn Ihr alles richtig gemacht habt, dann fängt es im Topf nach ein paar Tagen an, fein vor sich hin zu blubbern, manchmal sind es nur kleine Bläschen. Mit einer sauberen Gabel kann ab und zu probiert werden, bis der Geschmack nach eigenem Ermessen sauer genug ist.
Wir frieren das Sauerkraut dann portionsweise ein, damit es nicht zu sauer wird. Man kann es aber auch im Topf lassen und nach und nach verbrauchen, es wird dann nur saurer. Dann wie gewohnt weiterverarbeiten und es sich schmecken lassen.
Viel Spaß beim Experimentieren und guten Appetit! 

Wir haben das Sauerkraut mit Salsiccia und einem Süßkartoffel-Stampf gegessen, neu interpretiert und sehr, sehr lecker! 



Sauerkraut, Süßkartoffel-Stampf und Salsiccia





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