Aufs Huhn gekommen!

Ein Einstieg in die Hühnerhaltung: Nachhaltig leben und mit eigenen Hühnereiern backen.


Schon lange habe ich mit dem Gedanken gespielt, Hühner zu halten. Habt ihr nicht auch immer ein ungutes Gefühl, wenn es im Supermarkt mal keine Bioeier gibt, zu den anderen Freiland- oder Bodenhaltungseiern zu greifen? Ich habe immer sofort traurige, immer eingesperrte Hühner im Kopf und wollte das nicht mehr. Mir ist schon klar, dass man dadurch nicht die Welt retten kann, aber meine eigene kleine Welt wird durch die Hühnerhaltung sicher eine Bereicherung erfahren und unser Garten mit weidenden Hühnern noch ein Stückchen idyllischer.


Es ging los mit der Auswahl des geeigneten Geländes für die Hühner und deren Stall in unserem Garten. Es war schnell klar, das alte Spielhaus war marode und konnte weg, dahinter war viel ungenutzter Platz und viel Baum – und Strauchwerk. Das, so wussten wir inzwischen aus zahlreichen Büchern, lieben Hühner, weil sie in Asien, wo sie ursprünglich herkommen, gern in Büschen und Bäumen übernachten. Auch Raubvögel haben so keine Chance, die Hühner zu erwischen.

selbstgebautes Hühnerhaus

Also musste ein Gatter und ein einbruchsicheres Hühnerhaus her, unter der Anleitung eines geschickten Freundes haben wir das an zwei Tagen errichtet. Den Zaun haben wir zwei Meter hoch gewählt, damit wir ihn ca. 20 cm in die Erde vergraben können. Jetzt ist das Gatter Fuchs- und Hundesicher, denn wir haben ja auch einen Hund.

Auch um das Hühnerhaus haben wir uns viele Gedanken gemacht und einige Häuschen angeschaut, bis wir dann ganz in der Nähe bei Bekannten das für uns und die Hühner richtige Haus gefunden haben, welches wir nachbauen wollten. Ein erhöhtes Haus auf Ständern sollte es sein, praktisch von vorn zu öffnen und mit herausnehmbarem Innenleben zum einfachen Säubern. Jetzt kann ich mit der Schubkarre vor das Hühnerhaus fahren, das Innenleben (Stange und Kotbrett/Nester, siehe Fotos) herausnehmen und die Einstreu einfach in die Schubkarre fegen. Durch die beschichteten Siebdruckplatten geht alles ganz einfach sauber und ist mit einem Eimer Wasser jede Woche superschnell gereinigt. Das Kotbrett mache ich mit einer alten Kehrschaufel jeden Tag sauber, ich gehe ja sowieso morgens zum Stall zum Eier holen und Füttern, da ist alles in fünf Minuten erledigt.


Inzwischen haben wir uns für die Hühnerklappe einen automatischen Öffner zugelegt, damit wir am Wochenende auch mal länger schlafen können, eine kleine, batteriebetriebene Maschine übernimmt nun das Öffnen pünktlich um acht Uhr morgens. Abends entscheidet ein Helligkeitssensor darüber, ob Schlafenszeit für die Hühner ist und da Hühner im Dunkeln nicht so gut sehen können, sind sie auch immer zeitig im Bett.

Wie viel Freude unsere Hühner machen, das Gegurre und Gegacker und außerdem täglich vier Eier (pro Huhn ein Ei)…, ich hätte es mir nicht netter denken können. Solltet ihr Interesse an weiteren Geschichten über unsere Hühner haben, schreibt uns gern, es gibt schließlich zu dem Thema viel zu erzählen… 
  

Unsere Königsberger Hühner

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen